

Mit einer gemeinsamen Fachveranstaltung ist im Kreis Stormarn ein Entwicklungsprozess zur Stärkung der frühkindlichen Kulturellen Bildung gestartet. Ziel des Treffens war es, gemeinsam mit Fachkräften aus Kindertagesstätten, Vertreterinnen und Vertretern aus Kunst, Musik-, Tanz- und Kulturvermittlung, Mitarbeitenden aus Kulturinstitutionen sowie Akteurinnen und Akteuren aus Verwaltung und Bildungsstrukturen über die Zukunft kultureller Bildung für Kinder nachzudenken. Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen: Was ist bereits vorhanden? Was wird benötigt? Und wo wollen wir gemeinsam hin?
Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung die auch ein Grußwort von Bildungsministerin Karin Prien enthielt. Fachliche Impulse aus Kultur und Bildung sowie Beiträge von Expertinnen und Experten gaben wichtige Denkanstöße für die weitere Arbeit. Daher nochmal ein großes Dankeschön an das Netzwerk für frühkindliche Kulturelle Bildung (NFKB) der Kulturkita Hessen und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ e. V).
Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in einem kreativen Workshopprozess mit einer Methode, die für positive Stimmung sorgte. Es entstand ein „KUKI-Universum“: In kleinen Austauschgruppen wurden bestehende Angebote gesammelt, Ideen entwickelt und Visionen für die kommenden Jahre formuliert. Symbolische Elemente wie die „Rakete der Visionen“ für Zukunftsideen sowie „Planeten der Möglichkeiten“, auf denen Potenziale und neue Kooperationen festgehalten wurden, unterstützten den kreativen Austausch.
Der Tag bot die Möglichkeit zu einem intensiven Austausch zwischen verschiedenen Menschen und Bereichen der frühkindlichen Kulturellen Bildung. Es entstanden neue Kontakte zwischen Kitas und Kulturschaffenden, zahlreiche Ideen für zukünftige Projekte und erste Ansätze für Kooperationen. Gleichzeitig wurden bereits vorhandene Angebote und Ressourcen in der Region sichtbar gemacht.
Der Prozess ist ein wichtiger Schritt, um das Recht von Kindern auf kulturelle Teilhabe – verankert in der UN-Kinderrechtskonvention – stärker umzusetzen. Kulturelle Bildung ermöglicht Kindern frühzeitig kreative Erfahrungen, fördert Ausdrucksmöglichkeiten und stärkt ihre persönliche Entwicklung.
Im Rahmen der Initiative „Bildungskommune Stormarn“ sollen bis 2028 weitere Schritte folgen: Bestehende Angebote sollen besser sichtbar gemacht, Netzwerke zwischen Bildung und Kultur gestärkt und neue Kooperationsprojekte zwischen Kitas und Kulturschaffenden entwickelt werden. Geplant ist in diesem Zuge die gemeinsame Entwicklung von Fortbildungs- und Austauschformate. Gleichzeitig soll eine gemeinsame Vision für die frühkindliche Kulturelle Bildung im Kreis Stormarn entwickelt werden.